Der Weltkrieg am 11. September 1914

 

Über die Kämpfe in Galizien

Der bisherige Verlauf des russischen Feldzuges hat schon eine Reihe praktischer Kriegserfahrungen gezeitigt, die zum Teil im Zusammenhang mit dem ganz eigenartigen Gelände dieses Kriegsschauplatzes kurz besprochen werden sollen. Besonders aussagend erscheinen die sehr erheblichen Unterschiede an relativem Kampfwert der uns gegenüberstehenden russischen Truppen. Diese Erscheinung erklärt sich nicht nur aus der sehr verschiedenen Art der einzelnen Völker dieses Riesenreiches, sondern auch durch den stark gemischten militärischem Bildungsgrad des russischen Offizierskorps. Daher die widersprechendsten Einzelmeldungen über den Verlauf ganz ähnlicher Aktionen. Ein Beispiel aus den letzten Tagen: drei Züge, also etwa 150 Mann eines ungarisch-slowakischen Regimentes brechen plötzlich, des langen Schießens müde, aus der Front gegen ein aus Schützengräben feuerndes Bataillon vor, verjagen dieses und nehmen zwei Hauptleute, sechs Subalternoffiziere und nicht weniger als 470 Mann gefangen. Andererseits haben unsere Truppen bei denselben Kämpfen westlich der Weichsel zur Genüge die außerordentliche Zähigkeit russischer Infanterie erfahren, die trotz schwerer Verluste erst durch wiederholte wuchtige Angriffe aus ihren stets feldmäßig verstärkten Stellungen geworfen werden konnte.
Auch über die russische Artillerie ist Ähnliches zu sagen.
So stand in den Kämpfen nächst Tomaszow ein Teil unserer Artillerie zwei Stunden lang im heftigsten Feuer sehr überlegener russischer Batterien, deren Geschosse aber während dieser ganzen Zeit nur hinter unserer Artillerie platzten, ohne dort irgendwelchen Schaden anzurichten. Das einzig Unangenehme war der geradezu erstickende Qualm der Explosionsgase, der sich infolge der herrschenden Windstille über den ganzen beschossenen Raum lagerte. Dagegen wurde unglücklicherweise eine unserer Batterien, gerade während sie auffuhr, also für wenige Minuten selber wehrlos war, von russischer Artillerie mit so vernichtendem Erfolge beschossen, daß nur noch ein einziges der sechs Geschütze zum Abprotzen kam. So traurig dieses Beispiel ist, zerstört es doch die Mär von den mit Sand statt Pulver gefüllten russischen Granaten und Schrapnells. Die Wirkung beider Geschoßarten im Ziel ist leider sehr gut. Daß namentlich Granaten nicht platzen, kommt bei der besten Munition häufig vor, wenn der Aufschlag in weicher oder gar sumpfiger Erde erfolgt; solche weist aber gerade Rußland und Galizien sehr oft auf. Diese auf Grund von Tatsachen angestellten Erwägungen sollen eine sachliche Beurteilung der Verhältnisse ermöglichen und die Hinfälligkeit gedankenleerer Verallgemeinerung erweisen, die leicht zu völliger Verkennung und Unterschätzung des Gegners führt. Es sei hier übrigens noch ein Schießkunststück unserer Artillerie der Gerechtigkeit halber erwähnt: Russische Infanterie, die in einer ziemlich fernen Waldzone vorrückte, hatte beim Durchschreiten einer Lichtung die Aufmerksamkeit einer österreichischen Batterie erregt; als die Russen dann die nächste ebenfalls ganz schmale Lichtung durcheilten, wurden sie von der diesen kurzen Gefechtsmoment ausnützenden Batterie beschossen. Beim späteren allgemeinen Vorrücken wurden dort ganze Berge von Toten und Verwundeten gefunden.
Das Pferdematerial der russischen Kavallerie scheint trotz des recht unscheinbaren Aussehens vielfach sehr gut zu sein, da es öfters vorkam, daß Kosakenpatrouillen den unseren entwischten, weil ihre Pferde in dem oft sehr tiefen Boden schneller vorwärtskamen. Hier sei übrigens auch der hiesigen kleinen, struppigen Bauernpferde lobend gedacht, die bei größter Anspruchslosigkeit ihre Fuhrwerke in tiefem Sand oder Kot noch weiterbringen, wo anscheinend viel kräftigere Pferde versagen, da sie sich nicht an das gleichmütig geduldige Ziehen ihrer Last gewöhnen, wie dies die Art der "Konniki" ist, wie man die polnischen Pferdchen nennt. Viele Schwierigkeiten boten dem Vormarsche unserer Kolonnen auch die tiefsandigen Wege. Nach der langen Schönwetterzeit mußten unsere Mannschaften bis zu den Waden einsinkend selbst kürzere Strecken mit unverhältnismäßiger Anstrengung bewältigen und hatten dabei auch unter der dichten Staubentwicklung stark zu leiden. Nun ist es aber auch in diesen Sandzonen die Regel, daß jede der zahllosen kleinen Mulden und Tiefenlinien, die das leichtwellige Gelände durchziehen, oft kaum sichtbar versumpft ist. Das bedeutet fast jedesmal nasse Füße in sandigem Schuhwerk und bei aller möglichen Sorgfalt doch sehr viele Marschmarode, namentlich bei Truppen, die an derartige miserable Wegverhältnisse aus ihrer kultivierten Heimat nicht gewöhnt sind.

 

Der Rückzug des Generals French


French

Smith-Dorrien

London, 11. September. (Priv.-Tel.)
Die "London Gazette" vom 9. September enthält nachfolgende, vom Feldmarschall French herrührende Darstellung der bisherigen Operationen des englischen Expeditionsheeres:
Die Engländer nahmen am 22. August eine Stellung von Ath über Mons bis Binche ein. Nach den Mitteilungen des französischen Hauptquartiers nahm ich an, daß ich höchstens zwei deutsche Armeekorps vor meiner Front hatte. Unsere Stellung war vorzüglich. Am Abend des 23. August erhielt ich von General Joffre die unerwartete Meldung, daß drei deutsche Armeekorps gegen meine Front vorgingen und ein weiteres Korps eine Umgehungsbewegung von Tournay aus ausführe. General Joffre teilte ferner mit, daß die französische Armee, die zur Rechten der Engländer stand, sich zurückziehe. Infolgedessen entschloß ich mich, auf eine vorher rekognoszierte Stellung zurückzugehen, die sich von Maubeuge westlich nach Jenlan, südöstlich von Valenciennes ausdehnte. Die ganze Nacht hindurch fanden auf der gesamten Linie Kämpfe statt. Der Rückzug wurde am 24. August unter fortwährenden Gefechten erfolgreich ausgeführt. Da die französischen Truppen noch immer zurückgingen, hatte ich, abgesehen von der Festung Maubeuge, keine Unterstützung. Die entschlossenen Versuche des Feindes, meine linke Flanke zu umgehen, überzeugten mich, daß der Feind beabsichtigte, mich gegen Maubeuge zu drängen und mich zu umzingeln. Ich glaubte keinen Augenblick verlieren zu dürfen, mich auf eine andere Stellung zurückzuziehen. Diese Bewegung war gefahrvoll und schwierig nicht nur wegen der überlegenen Kräfte vor meiner Front, sondern auch infolge der Erschöpfung der Truppen. Der Rückzug begann am 24. August früh nach einer Stellung in der Nähe von Le Chateau. Obwohl die Truppen Befehl hatten, Cambrai, Le Chateau und Landrecies zu besetzen und die Stellung am 24. August in aller Eile vorbereitet und verschanzt war, hatte ich doch ernste Zweifel, ob es klug sei, dort stehen zu bleiben und zu kämpfen, da ich Mitteilung von der ständig wachsenden Stärke des Feindes erhielt. Überdies dauerte der Rückzug der Franzosen auf meiner Rechten an.
Ich entschloß mich daher, weiter zurückzugehen, bis ich ein gewichtiges Hindernis wie die Somme oder Oise zwischen die britischen Truppen und den Feind bringen und meinen Truppen Gelegenheit zum Ausruhen und zur Reorganisation geben könnte. Ich wies daher die Korpsbefehlshaber an, sobald als möglich auf die Linie Vermond - St. Quentin - Ribemond zurückzugehen. Am 25. August sind wir auf dem Marsche den ganzen Tag über vom Feinde bedrängt worden, der die Angriffe auf die erschöpften englischen Soldaten noch spät in der Nacht fortsetzte. Während der Kämpfe am 23. und 24. August habe ich General Sordet, der drei französische Kavalleriedivisionen befehligte, um Unterstützung ersucht. Sordet leistete zwar wertvolle Hilfe, war aber am 26. August, dem kritischsten Tage, infolge Erschöpfung der Pferde nicht mehr imstande, uns zu unterstützen.
Am 26. August wurde es bei Tagesanbruch offenbar, daß der Feind seine Hauptkraft gegen den linken Flügel unserer Stellungen richtete, der von unseren zwei Armeekorps gebildet wurde, und General Smith-Dorrien meldete, daß er sich unter einem solchen Angriff nicht zurückziehen könne, wie ihm befohlen wäre. Es war unmöglich für mich, Smith-Dorrien zu unterstützen, aber die Truppen zeigten eine prächtige Haltung gegenüber dem schrecklichen Feuer. Endlich wurde es offenbar, daß, wenn eine vollständige Vernichtung vermieden werden sollte, der Rückzug versucht werden mußte. Um 4 Uhr nachmittags wurde der Befehl gegeben, den Rückzug zu beginnen. Die Bewegung wurde durch die hingebendste Unerschrockenheit und Entschlossenheit der Artillerie, die selbst ziemlich gelitten hat, gedeckt. Das schöne Eingreifen der Kavallerie leistete wesentliche Hilfe bei der Vollendung dieser sehr schwierigen und gefährlichen Operation. Glücklicherweise hatte der Feind zu schwer gelitten, um eine Verfolgung energisch durchzuführen.
Ich kann diesen kurzen Bericht über die ruhmvolle Haltung der britischen Truppen nicht schließen, ohne hohe Anerkennung den wertvollen Diensten Smith-Dorriens zu zollen, der den linken Flügel der Armee am 26. August gerettet hat.

 

Das Seegefecht bei Helgoland

Berlin, 11. September. (Priv.-Tel.)
Die Angaben, welche seinerzeit über die Gefechtstätigkeit und den Untergang des kleinen Kreuzers "Ariadne" am 28. August vor Helgoland gemacht worden sind, können heute nach dem nunmehr vorliegenden Material vervollständigt werden. Danach hat sich das Gefecht in folgender Weise abgespielt: Am 28. August morgens erhielt der Kreuzer "Ariadne" in einer rückwärtig der Vorpostenlinie befindlichen Stellung die Nachricht, daß feindliche Torpedobootzerstörer nördlich von Helgoland gesehen worden seien. Dazu kam die Bitte von einem unserer Torpedoboote um Hilfe. Die "Ariadne" ging sofort in Richtung auf den Geschützdonner vor, suchte aber in dem immer unsichtiger werdenden Wetter zunächst vergebens in verschiedenen Richtungen nach dem Feinde. Das Geschützfeuer verstummte. "Ariadne" ging in eine abwartende Stellung zurück und begegnete dabei dem Kreuzer "Köln", der mit Heimfahrt nach Westen lief. Kurz darauf kamen Signale von anderen Kreuzern, daß sie sich mit feindlichen Zerstörern im Feuergefecht befänden. Während "Ariadne" nun wieder vorging, vernahm sie erneut Geschützfeuer und erblickte später im Nebel einen großen englischen Schlachtkreuzer der Lion-Klasse. Dieser warf sich nun auf die "Ariadne". Kurz darauf gesellte sich ein zweiter Kreuzer derselben Klasse dazu und diese beiden Riesen beschossen die kleine "Ariadne" über eine halbe Stunde lang aus geringer Entfernung. "Ariadne" erhielt eine große Anzahl Treffer aus den schweren 34,3 cm.-Geschützen. Bald brannte das Achterschiff in hellen Flammen. Dann wurde das Vorschiff durchlöchert und halb zerstört, der Verbandplatz mit dem dort befindlichen Personal vernichtet. Wie viel Treffer im ganzen eingeschlagen sind, entzieht sich nach dem Bericht des Kommandanten jeder Berechnung. Die "Ariadne" wurde auf diese Weise in ihrer Bewegungsfähigkeit stark beeinträchtigt, und die verfolgenden Gegner konnten sie als bequeme und naheliegende Scheibe unausgesetzt aufs Korn nehmen. Trotz dieses fürchterlichen und überwältigenden Feuers wurden auf der "Ariadne" die noch gefechtsbrauchbaren Geschütze weiter bedient. Die Verwundeten wurden von den Krankenträgern ordnungsmäßig vom Oberdeck fortgeschafft. Jeder versuchte, an seinem Platz vorläufig Reparaturen nach Möglichkeit und selbständig auszuführen. Dabei wurde der erste Offizier im Zwischendeck von einem schweren Treffer weggefegt. Plötzlich drehten die feindlichen Panzerkreuzer nach Westen ab und stellten das Feuer ein. Der Kommandant der "Ariadne" gab den Befehl, den Brand zu löschen. Das Feuer hatte aber schon so weit um sich gegriffen, daß an ein Löschen nicht mehr zu denken war. Der Aufenthalt auf dem Schiffe wurde durch die Hitze und den Rauch immer unerträglicher. Die Verwundeten wurden auf die Back gebracht, wo auch der übrige Teil der Besatzung sich versammelte. Der Kommandant brachte drei Hurras auf den Deutschen Kaiser aus, das Flaggenlied und "Deutschland, Deutschland über alles" wurde gesungen, auch die Verwundeten stimmten mit ein. Da näherte sich ein anderer kleiner deutscher Kreuzer und schickte Boote herüber. Auch einige Boote der "Ariadne" konnten noch benutzt werden, und in diese wurden die Verwundeten gebracht. Dann sprang der Rest der Besatzung auf Befehl des Kommandanten über Bord, die Nichtschwimmer unter ihnen hielten sich an Schwimmwesten und Hängematten, alle wurden von den Booten aufgenommen. Der Kommandant der "Ariadne" versuchte noch, sein Schiff in Schlepp nehmen zu lassen, aber die "Ariadne" legte sich, nachdem sie beinahe ganz ausgebrannt war, auf die Seite und kenterte dann. Der Kommandant hebt mit hoher Anerkennung die Haltung der Besatzung und der Offiziere hervor.
Über den seinerzeit berichteten Kampf und Untergang des Torpedobootes "V 187" am 28. August vor Helgoland können wir heute den Bericht eines geretteten Wachtoffiziers dieses Torpedobootes bringen. Danach war der Hergang der folgende: Am Morgen des 28. August stand "V 187" in einiger Entfernung vor Helgoland auf Vorposten. Er erhielt das Signal von einem andren Torpedoboot: "Werde von feindlichem Torpedozerstörer gejagt. "V 187" versuchte dem Kameraden zu Hilfe zu kommen, fand ihn aber wegen des plötzlich dichter werdenden Nebels nicht, sondern sah sich nach kurzer Zeit auch zwei feindlichen Torpedobootzerstörern gegenüber. Bald darauf kamen noch vier nicht genau bestimmbare feindliche Schiffe in Sicht. "V 187" versuchte sich angesichts dieser Übermacht auf Helgoland zurückzuziehen, sah aber den Weg nach Helgoland durch vier neue in Sicht kommende feindliche Torpedobootszerstörer verlegt. Diese eröffneten auf einige Entfernung das Feuer auf "V 187" Das Boot versuchte nunmehr seitlich durch Kursänderung an den Feinden vorbeizukommen, fand aber auch diesen Kurs verlegt durch einen feindlichen Kreuzer, welcher "V 187" sofort ebenfalls auf nahe Entfernung unter ein heftiges Feuer nahm. Von allen Seiten, durch übermächtige Feinde gestellt, entschloß der Kommandant von "V 187" sich, auf die verfolgenden Feinde zuzudrehen. Die feindlichen Zerstörer stutzten zunächst auf dieses unerwartete Manöver hin. Dann eröffneten sie sämtlich - zehn an der Zahl und außerdem der Kreuzer - ein konzentrisches, vernichtendes Geschützfeuer auf das deutsche Torpedoboot. Dieses erlitt schwere Beschädigungen. Seine Geschütze wurden nacheinander außer Gefecht gesetzt. Der Kommandant wurde durch ein Sprengstück verletzt. In unabsehbarer Folge mehrten sich die Treffer und das Boot war vollständig in Rauch und Qualm gehüllt.
Der schwerverwundete Kommandant befahl unter diesen Umständen das Boot zu versenken. Eine mit Zeitzünder versehene Sprengpatrone wurde in einem der unteren Räume, weitere Patronen vorn im Schiff angebracht. Danach wurde der Befehl erteilt, das Boot zu verlassen. Der größte Teil der Besatzung sprang außenbords. Noch im Untergehen feuerte das Kontregeschütz unter Leitung des zweiten Offiziers auf die Zerstörer. Diese feuerten nur noch spärlich, setzten dabei aber auch dieses Geschütz außer Gefecht. Der Rest der Bedienung sprang nunmehr auch über Bord, und beinahe unmittelbar darauf ging "V 187" mit dem Bug zuerst unter. Es war niemand mehr an Deck zu sehen.
Von Interesse sind auch die folgenden Bemerkungen des Offiziers: "V 187" ist weit über eine Stunde von vier, später von zehn Zerstörern und dann einige Zeit von einem kleinen Kreuzer beschossen worden. In der ersten halben Stunde während des erfolgenden Gefechtes auf kurze Entfernung hat das Boot nur ganz unbedeutende Treffer erhalten. Erst in der zweiten Hälfte des Passiergefechts sind schwere Beschädigungen eingetreten, sodaß das Boot manövrierunfähig wurde. Beim Eingreifen der dann noch hinzukommenden Zerstörer ist das Boot schließlich vernichtet worden. Besonders lobend wird das Verhalten zweier Obermatrosen erwähnt. Diese wurden von einem englischen Zerstörer aufgefischt, sprangen aber, als später ein deutscher Kreuzer herankam, unter lebhaftem Pistolenfeuer der Engländer über Bord und entzogen sich so der Kriegsgefangenschaft.

 

Ein Erfolg der "Karlsruhe"

Stockholm, 11. September. (Priv.-Tel.) 
Der deutsche Kreuzer "Karlsruhe" hat bei Barbados den englischen Dampfer "Bowes Castle" versenkt.

 

Kämpfe in den afrikanischen Kolonien

Berlin, 11. September. (W. B.)
Nach englischen Nachrichten hat in der Nähe des Songwe-Flusses an der Grenze von Deutsch-Ostafrika und Britisch-Njassaland zwischen deutschen und englischen Truppen ein Kampf stattgefunden, wobei auf beiden Seiten mehrere Europäer gefallen seien. Aus der gleichen Quelle wird auch von Toten und Verwundeten in Kamerun bericht. Eine amtliche Bestätigung liegt bisher nicht vor.

 

Friedensaufruf des Papstes


Papst Benedikt XV.

Rom, 11. September. (Priv.-Tel.)
Papst Benedikt XV. erläßt an die katholische Welt einen Aufruf, in dem er seinem Schauder vor dem schrecklichen Krieg, der die Welt verwüstet, Ausdruck gibt. Seine Pflicht sei es, alles zu tun, um diese Geißel zu bekämpfen; er erfülle damit auch einen Wunsch des verstorbenen Papstes. Er fordert die Katholiken auf, zu beten, und bittet die Staatsoberhäupter und Regierungen, Frieden zu schließen, womit sie der Zivilisation dienten.

 

Der 1. Weltkrieg im September 1914

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Textquellen:
1) Amtliche Kriegs-Depeschen nach Berichten des Wolff´schen Telegr.-Bureaus  
Band 1
Nationaler Verlag, Berlin (1915)

2) "Frankfurter Zeitung" (1914)

 

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